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AIX-Net-WWR – Das „Aachen Network for Waste Water Reuse“

Im Dezember 2023 erhielt die PIA GmbH den Zuwendungsbescheid für die Teilnahme am Verbundprojekt AIX-Net-WWR. Mit dem Innovationsbündnis, dem „Aachen Network for Waste Water Reuse“, werden in Aachen regionale Kompetenzen in der Abwasserbehandlung und Wasserwiederverwendung für eine ökologische und ökonomische Kreislaufwirtschaft zusammengeführt. Ziel des Bündnisses ist es, zum regionalen Strukturwandel und zur Lösung der globalen Wasser- und Ressourcenknappheit durch die Entwicklung von neuartigen Technologien beizutragen. Das zu entwickelnde, semi-dezentrale und modulare Wasseraufbereitungssystem soll die Wiederverwendung unterschiedlicher Wässer für verschiedene Verwendungszwecke auf Quartiersebene ermöglichen. Gleichzeitig sollen verwertbare Inhaltsstoffe rückgewonnen und das im Wasser enthaltene Energiepotential genutzt werden. Das Bündnis, koordiniert von der INTEWA GmbH (Ansprechpartner: Oliver Ringelstein, ringelstein@intewa.de), das Kernkompetenzen in der Aufbereitung von Regen- und Grauwasser besitzt, ist in fünf sich ergänzende Verbundprojekte gegliedert. Die PIA GmbH ist an den Verbundprojekten 1 und 5 beteiligt.

Verbundprojekt 1: AIX-WWR (Waste Water Reuse) Im ersten Verbundprojekt wird ein Demonstrator für die Aufbereitung von häuslichem Abwasser mit dem Ziel einer möglichst vollständigen Kreislaufführung entwickelt. Hierbei wird ein dezentrales Container-System entwickelt, das auf dem Prüffeld der PIA GmbH aufgebaut wird und eine Kapazität von 20 m³ Aufbereitungsvolumen pro Tag (entspricht dem Abwasseranfall von 134 Einwohnern) besitzt. Die PIA GmbH übernimmt im Rahmen des Teilprojekts „01-08 – Betrieb und Betriebsoptimierung des Demonstrators“ die Verantwortung für den Betrieb, die Prüfung und die Optimierung des Systems. Ein zentraler Aspekt von AIX-WWR ist die Bereitstellung von gereinigtem Abwasser in Badegewässerqualität, welches als Ausgangsprodukt für weitere Reinigungsstufen im Demonstrator dient. Um dies zu gewährleisten, durchläuft das System eine umfangreiche Testphase, bei der die Betriebsparameter optimiert werden. Die PIA GmbH nutzt hierfür ihre langjährige Erfahrung und Infrastruktur, um das System unter realen Bedingungen zu testen und die Pilotanlage energetisch und funktionell zu optimieren.

Verbundprojekt 2: AIX-SOLVED (Biofunktionalisierte Adsorber) Das zweite Verbundprojekt beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Reinigungsverfahrens, bei dem Adsorber-Granulat mit Enzymen biofunktionalisiert wird.

Verbundprojekt 3: AIX-OXI (Oxidative Behandlung) Im dritten Verbundprojekt wird ein neuartiger Plasmareaktor untersucht, um eine energieeffiziente Spurenstoffentfernung und Entkeimung von Wasser zu realisieren.

Verbundprojekt 4: AIX-WATCH (Anlagensteuerung und Visualisierung) Im vierten Verbundprojekt werden Monitoring-, Steuerungs- und Visualisierungstools zur Sicherstellung der Qualität und der hygienischen Unbedenklichkeit des Wassers entwickelt. Hier wirkt die PIA GmbH im Teilprojekt 04-03 „Entwicklung eines Ansatzes für die Validierung von WWR-Anlagen unter Einbeziehung von Online-Messungen“ mit. Ziel ist es, ein allgemein anwendbares Schema zur Validierung der Reinigungsleistung für die im Demonstrator eingesetzte WWR-Technologie zu entwickeln. Dieses Schema soll sowohl die nationalen und internationalen Vorgaben berücksichtigen als auch die relevanten Parameter für die Wasserqualität definieren. Im Anschluss an die Entwicklung wird das Validierungsschema am Demonstrator getestet und weiterentwickelt, um eine theoretische Einordnung von WWR-Anlagen im Hinblick auf ein mögliches Zulassungsverfahren zu ermöglichen.

Verbundprojekt 5: AIX-DEZI (Dezentrale Industrielle Anwendung Deionisierung + Nanofiltration) Im fünften Verbundprojekt wird untersucht, wie salz-, schwermetall- oder spurenstoffhaltige, industrielle Abwasserströme dezentral mittels innovativer Nanofiltrationsmembranen und eines neuartigen Entsalzungsverfahrens im Durchflussbetrieb möglichst vollständig aufbereitet werden können Im Rahmen des Innovationsbündnisses arbeiten die acwa-Institute ISA, FiW und PIA eng mit weiteren Forschungseinrichtungen und regionalen Unternehmen zusammen Das Vorhaben, mit einem Gesamtbudget von ca. 12 Millionen Euro, wird vom BMBF im Rahmen der RUBIN-Maßnahme gefördert.

ANSPRECHPARTNER
Dipl.-Ing. Arndt Kaiser
+49 (0) 241 75082-13
kaiser@pia.rwth-aachen.de

PROJEKTPARTNER

  • Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISA) der RWTH Aachen
  • Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft und Klimazukunft an der RWTH Aachen e. V. (FiW)

GEFÖRDERT VON

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • RUBIN – Regionale unternehmerische Bündnisse für Innovation

FACHBEREICH
General

LAUFZEIT
01.2024 - 12.2026

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