Behandlung von Anodenwasser in Kläranlagen
Im Mai 2021 wurde das Prüf- und Entwicklungsinstitut für Abwassertechnik an der RWTH Aachen mit Untersuchungen zur biologischen Verträglichkeit und Abbaubarkeit von Abwässern aus der Batteriezellenfertigung, sogenanntes Anodenabwasser, durch ein Unternehmen der Automobilindustrie beauftragt. Dazu wurde Anodenabwasser einer biologischen Abwasserbehandlungsanlage zugegeben.
Bei der Batteriezellenherstellung werden pulverförmige Ausgangsstoe mit Wasser und Lösungsmitteln zu Pasten, sogenannten Slurries, gemischt. Für die Anodenherstellung wird hauptsächlich Graphit und für die Kathode ein Metalloxid, bestehend aus Nickel, Kobalt, Mangan und Lithium eingesetzt.
Abwässer bei der Batteriezellenproduktion entstehen bei der Reinigung von Werkzeugen und Geräten zur Slurry-Herstellung und Weiterverarbeitung. Die Reinigung der Werkzeuge und Geräte zur Slurry-Herstellung erfolgt in einer Reinigungskammer. Es entstehen zwei Abwasserströme: ein Abwasserstrom aus der Anodenproduktion (Anodenabwasser) und ein Abwasserstrom aus der Kathodenproduktion (Kathodenabwasser). Die Abwasserströme werden getrennt gesammelt. Die Sammlung der Abwässer erfolgt aktuell in IBC-Containern (Intermediate Bulk Container).


Die beauftragten Untersuchungen stellen die Fortführung von Laborversuchen dar, die in Eigenregie vom Konzern durchgeführt wurden. Die Untersuchungen erfolgten mit einer am PIA betriebenen halbtechnischen Versuchsanlage auf Basis einer Kleinkläranlage.