Bestimmung der Tagesfrachten häuslichen Abwassers beim Betrieb von Kleinkläranlagen nach EN 12566 und DIN 4261
In Deutschland wird von einem Bestand von 1.000.000 bis 1.250.000 Kleinkläranlagen ausgegangen, von dem mehr als 30 % im Laufe der kommenden 15 Jahre renoviert oder neu errichtet werden müssen. Die Dimensionierung von Kleinkläranlagen beruht auf einer Schmutzfracht von 60g BSB5/(E* d), wie sie in der Richtlinie 91/271/EWG festgelegt ist. Diese Schmutzfracht wurde nicht nur für häusliches Schmutzwasser sondern auch für kommunales Abwasser mit Anteilen gewerblicher und industrieller Einleiter bestimmt und in die Richtlinie aufgenommen. Im Rahmen des Projektes ist geplant, zur Ermittlung der einwohnerspezifischen Schmutzfracht an verschiedenen Standorten Proben im Zulauf von in Betrieb befindlichen Kleinkläranlagen zu entnehmen und diese hinsichtlich relvanter Standardparameter zu analysieren. Ziel ist es, daraus spezifische Verfahrens- und Bemessungsgrundlagen für die Normungsarbeit abzuleiten, die zunächst in einer PAS (=Public Available Specification) durch das DIN der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.