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Workshop „Grauwassernutzung - Quo vadis?“

Workshop „Grauwassernutzung - Quo vadis?“ Die ersten Grauwassernutzungsanlagen erzeugen seit mehr als 20 Jahren hochwertiges Betriebswasser und sind weiter in Betrieb. Innovationen und Produktentwicklungen sind in erster Linie von kleineren und mittelständischen Unternehmen erbracht worden, aus denen standardisierte Systeme undAnlagen hervorgegangen sind. Trotz vielfältiger Aktivitäten sind der Bekanntheitsgrad und die Verbreitung von Grauwassernutzungsanlagen national und international bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Anlass für die fbr in Kooperation mit dem Prüf- und Entwicklungsinstitut für Abwassertechnik an der RWTH Aachen (PIA), dem Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt (ISOE) und dem Bildungszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung e.V., Leipzig (BDZ) zu einem Erfahrungsaustausch am 25. Februar 2014 nach Frankfurt/ M. einzuladen. Der Workshop sollte in erster Linie Anlagenhersteller und Akteure zusammenbringen, um gemeinsam nach Lösungen und Impulsen für einen höheren Bekanntheitsgrad und einer größere Nachfrage nach Systemen der Grauwassernutzung zu diskutieren. Martin Bullermann, Präsident der fbr, begrüßte die Teilnehmer in den Räumen des ISOE mit einem kurzen Überblick der fast 20-jährigen Aktivitäten der fbr zum Thema Grauwassernutzung. 2005 erschien erstmalig mit dem fbr-Hinweisblatt H 201 eine technische Veröffentlichung. 2009 begann von DWA, BDZ und fbr die gemeinsame Bearbeitung eines Merkblattes "Grundsätze für die Planung und Implementierung zur Grauwasserbehandlung" dass voraussichtlich 2015 fertig gestellt und von der DWA und der fbr veröffentlicht wird. Auf europäischer Ebene werden in diesem Jahr im Arbeitsausschuss CEN TC 165 WG 50 die Arbeiten für den Teil Grauwassernutzung begonnen. Positiv bewerteten die Teilnehmer eine zukünftige europäische Norm, die derzeit im Rahmen der Normungsarbeiten im CEN TC 165 WG 50 Ausschuss vorbereitet wird.

Als Zwischenfazit aus der Diskussion lassen sich folgende Punkte hervorheben:

  • Aktivitäten zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Grauwassernutzung sind notwendig.
  • Zielgruppenspezifische Strategien sind zu entwickeln.
  • Die Fortführung der Normungsaktivitäten ist wichtig.
  • Ganzheitliche Konzepte auch für Stadtteile und Kommunen sollten entwickelt werden.
  • Eine Wärmerückgewinnung als nachhaltige Technologie muss integriert werden.
  • Die Erstellung einer Marktstudie wird für sinnvoll erachtet.

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